Willkommen bei www.meine-ahnen.info - Meine Ahnenforschung
   

Genealogie

Familie / Ahnen
Familiennamen
Stammbaum
Stammtafeln

Familiengeschichten
Soldaten

Dokumente
Überlieferungen
Puzzlestücke

Informationen
regionale Herkunft
Namensherkunft
Familienwappen


Geschichte

17. Jahrhundert
18. Jahrhundert
19. Jahrhundert
20. Jahrhundert


Literatur

über Ahnenforschung
über Heraldik
über Geschichte


Sonstiges

Genealogie @ Web
Foren
Toplisten & Webringe
Ebay-Angebote


Zur Website

Impressum
Auszeichnungen


Die Völkerschlacht bei Leipzig

Die Volkerschlacht bei Leipzig (16. bis 19. Oktober 1813) war die Entscheidungsschlacht der Befreiungskriege. Dabei kampften die Truppen der Verbundeten Osterreich, Preußen, Russisches Reich und Schweden gegen die Truppen Kaiser Napoléons.

(Quelle: Fachbereich Germanitik der Uni Freiburg)

Mit insgesamt etwa 520.000 beteiligten Soldaten aus über einem Dutzend Völkern war dieser Kampf die bis dahin größte Feldschlacht der Weltgeschichte. In dieser wichtigsten Schlacht des Befreiungskrieges gegen die napoléonische Fremdherrschaft brachten die zahlenmäßig überlegenen verbündeten Heere der Österreicher, Preußen, Russen und Schweden Napoléon Bonaparte die entscheidende Niederlage bei, die ihn dazu zwang, sich mit der verbliebenen Restarmee und ohne Verbündete aus Deutschland zurückzuziehen.

In der Schlacht wurden von den 520.000 beteiligten Soldaten 115.000 Mann getötet oder verletzt – darunter auf beiden Seiten zahlreiche Deutsche.

Beschreibung des Schlachtverlaufes

Die Niederlagen der französischen Truppen im August und September hatten Napoléon veranlasst, sich von Dresden zurückzuziehen und seine Armee am 14. Oktober 1813 um Leipzig zu vereinigen, gegen welches sich nun auch die Heere der Verbündeten konzentrisch in Bewegung setzten. Ein Reitergefecht bei Liebertwolkwitz am 14. Oktober 1813 leitete die großen Kämpfe der nächsten Tage ein. Der für die Alliierten glückliche Ausgang dieses Reitergefechts erschien als gutes Vorzeichen.

Napoléon suchte eine kriegsentscheidende Schlacht. Er hatte mit den Garden und acht Korps 210.000 Mann, davon 14.000 Reiter und 700 Geschütze zur Verfügung. Verhängnisvoll wurde für ihn vor allem der Verrat seiner sächsischen Verbündeten, die mitten in der Schlacht zu den Alliierten übergingen und das Feuer auf die Franzosen eröffneten. Aufgrund fehlerhafter Informationen zweifelte er an der Anwesenheit der ganzen Böhmischen und Schlesischen Armee, da er zum einen immer noch nicht an eine Beteiligung Österreichs glaubte und zum anderen die Schlesische Armee weiter im Norden vermutete.

Am 15. Oktober 1813 positionierte Napoléon seine Truppen um Leipzig, den größten Teil, 110.000 Mann, südlich von Leipzig, von Connewitz und Markkleeberg an der Pleiße über Wachau über Liebertwolkwitz bis nach Holzhausen hin. Der General Bertrand stand bei Lindenau zur Deckung der Straße nach Westen, im Norden von Leipzig Marschall Marmont und Michel Ney. Die Alliierten verfügten zunächst nur über 200.000 Mann, da die Korps von Colloredo und Bennigsen erst im Anmarsch waren und der Kronprinz von Schweden die Nordarmee noch zurückhielt. Die Hauptmasse bildete die böhmische Armee unter Fürst Karl Philipp zu Schwarzenberg mit 130.000 Mann, welche von Süden heranrückten und den Zaren Alexander I. von Russland und König Friedrich Wilhelm III. von Preußen begleiteten.

Schwarzenbergs Plan war, während Gyulai mit 20.000 Mann gegen Lindenau und Blücher von Schkeuditz gegen Leipzig aufbrachen, mit der Hauptmacht in der sumpfigen Niederung zwischen Elster und Pleiße gegen Connewitz vorzudringen, den rechten Flügel des Feindes zu umgehen und auf dem kürzesten Weg Leipzig selbst zu gewinnen.

Auf Einspruch Alexanders wegen der Schwierigkeit des Terrains übertrug Schwarzenberg die Ausführung seines Plans nur den 35.000 Österreichern unter Merveldt und Erbprinz Friedrich von Hessen-Homburg, in östrerreichschen Diensten stehender Nachkomme des u.a. durch die Schlacht bei Fehrbellin berühmt gewordenen Prinzen von Homburg, dem Landgrafen Friedrich III. von Hessen zu Homburg. Die Korps von Klenau, Wittgenstein und Kleist unter Barclay de Tollys Oberbefehl sollten den Feind in der Front angreifen und ihn gegen Leipzig werfen. Auf diese Weise wurde die böhmische Armee auf drei durch Flüsse und Sümpfe getrennte Schlachtfelder verteilt.

Noch vor Tagesanbruch des 16. Oktober setzte sich die Armee Barclays in Bewegung und eröffnete gegen neun Uhr ein Geschützfeuer, worauf die Sturmkolonnen gegen die französische Stellung vorgingen. Kleist entriss Fürst Josef Anton Poniatowski Markkleeberg; viermal wurde er daraus verdrängt, viermal erstürmte er es wieder und behauptete es mit Mühe. Auch Wachau, wo Napoléon selbst befehligte, wurde von Preußen und Russen unter dem Prinzen Eugen von Württemberg erobert, musste jedoch unter den schwersten Verlusten durch die überlegene französische Artillerie wieder verlassen werden. Ebenso wenig gelang es Gortschakow und Klenau, Liebertwolkwitz zu nehmen. Sie verloren auch den Kolmberg; die ganze Linie der Verbündeten war durch die Kämpfe so geschwächt, dass sie kaum ihre Stellungen behaupten konnte. Auch die Operationen der Österreicher auf Connewitz hatten keinen Erfolg, und die Fruchtlosigkeit aller weiteren Kämpfe einsehend, eilte nach 12 Uhr mittags Schwarzenberg mit dem Korps Hessen-Homburg Barclay zu Hilfe.

Karte zur Völkerschlacht; Truppenstellungen am 16. Oktober 1813 (Quelle: leipzig-sachsen.de)

Napoléon, durch den bisherigen Gang der Schlacht ermutigt, beschloss nun selbst zum Angriff überzugehen. Um 15 Uhr versuchten 8.000 französische Reiter, das Zentrum der Verbündeten bei Wachau zu durchbrechen. Sie drangen bis zu dem Hügel vor, auf dem sich die Monarchen und Schwarzenberg befanden. Die Reiter konnten aber durch die russische Infanterie und die zur Hilfe herbeieilende verbündete Reiterei abgewehrt werden. Ein zweiter Angriff der französischen Infanterie, des Korps Lauriston, auf Güldengossa misslang ebenfalls. Auch Napoleon konnte keine frischen Truppen mehr ins Feuer führen, und die Nacht beendete die Kämpfe. Der Angriff der Alliierten auf die feindliche Stellung war, mit einem Verlust von 20.000 Mann an Toten und Verwundeten, misslungen.

Gyulays zögernd unternommener Angriff auf Lindenau war inzwischen von Bertrand abgewiesen worden. Einen entscheidenden Erfolg jedoch hatte das Vorgehen der schlesischen Armee gehabt. Ohne die Nordarmee abzuwarten, war Blücher auf den Befehl, zum gemeinschaftlichen Angriff auf Leipzig mitzuwirken, aufgebrochen und bei Wiederitzsch und Möckern auf ernsteren Widerstand gestoßen. Beim ersten Dorf stand Dombrowski mit einer schwachen Division, die jedoch Langeron den ganzen Tag festhielt. Beim letzten Dorf stand Marmont mit 17.000 Mann, der eben den Befehl erhalten hatte, nach Wachau zu Hilfe zu kommen, und deswegen seine zuvor bezogene, bessere Stellung weiter nördlich bereits aufgegeben hatte. Als er die Annäherung des Feindes erfuhr, beschloss er, dessen Angriff zu erwarten, und bat Ney um seine Unterstützung.

General Yorck von den Verbündeten richtete den Angriff seines Korps, das etwa 20.000 Mann stark war, gegen das durch seine Lage als natürliche Festung wirkende Dorf Möckern, das nach mehreren misslungenen Angriffen mit einem Verlust von 7.000 Mann erstürmt wurde. Nachdem Marmonts Korps vernichtet war, kehrte Ney noch auf dem Weg, Marmonts zu Hilfe zu eilen, wieder um, kam allerdings auch für den Eingriff bei Wachau zu spät.

Der Sieg Yorks bei Möckern hatte nicht bloß die französische Stellung im Norden von Leipzig durchbrochen, sondern Napoléon auch den gehofften Sieg bei Wachau dadurch entrissen, dass er zwei Korps hinderte, dort gegen die böhmische Armee mit frischen Kräften einzugreifen.

Der 17. Oktober, ein Sonntag, war größtenteils ruhig. Es trat eine Pause im Kampf ein, nur im Norden eroberte Blücher Eutritzsch und Gohlis und drang bis dicht an Leipzig vor. Die Verbündeten hielten um 2 Uhr im Dorf Sestewitz Kriegsrat; man beschloss, am nächsten Morgen um 7 Uhr anzugreifen.

Da Napoléon keinen entscheidenden Sieg erfochten hatte und die Verbündeten nicht hindern konnte, nach Ankunft von 100.000 Mann Verstärkung den Angriff zu erneuern, während er selbst nur noch das Korps Reynier von Düben her erwartete, hätte er seine Stellung bei Leipzig, die unhaltbar geworden war, räumen und anderswo die Schlacht wieder aufnehmen müssen. Aus politischen Rücksichten tat er es nicht; er baute darauf, dass Kaiser Franz sein Schwiegervater war. Durch den bei Connewitz gefangenen General Merveldt ließ er am 17. Oktober den Monarchen einen Waffenstillstand unter Bedingungen anbieten, die ihm im August den Frieden verschafft hätten. Jetzt aber gingen die Verbündeten auf dieses Anerbieten gar nicht ein und würdigten dieses nicht einmal einer Antwort.

Am 18. Oktober um 2 Uhr morgens gab Napoléon die alte, in ihrer Ausdehnung nicht mehr zu behauptende Stellung auf und rückte ungefähr eine Stunde Wegs näher an Leipzig zurück. Der rechte Flügel unter Poniatowski stand an der Pleiße von Connewitz bis Dölitz, das Zentrum bildete bei Probstheida einen ausspringenden Winkel, der linke Flügel reichte bis zur Parthe und war bis zur Mündung derselben in die Pleiße im Norden von Leipzig zurückgebogen. Die neue Stellung war – vier Stunden lang und nur von 150.000 Mann besetzt – dem vereinigten Angriff der Verbündeten kaum gewachsen, welche sich auf 300.000 Mann mit 1400 Geschützen verstärkt hatten.

Karte zur Völkerschlacht; Truppenstellungen am 18. Oktober 1813 (Quelle: leipzig-sachsen.de)

Trotzdem war die Schlacht auch am 18. Oktober heftig und nicht überall siegreich für die Verbündeten, da Napoléon von der Tabaksmühle bei Stötteritz aus seine Stellungen hartnäckiger und länger verteidigte, als es für die bloße Deckung des Rückzugs notwendig gewesen wäre. Die Angriffskolonnen der Verbündeten setzten sich nur sehr allmählich, teilweise recht spät, in Bewegung, so dass der Stoß nicht auf einmal mit aller Macht erfolgte. Auf dem linken Flügel griffen die Österreicher unter Hessen-Homburg die Stellungen der Franzosen rechts der Pleiße in Dölitz und Lößnig an, welche aber nicht genommen werden konnten. Auch Probstheida wurde von den Franzosen unter Napoléons persönlicher Führung gegen die Sturmversuche der Kolonne Barclays behauptet.

Dagegen griff erst am Nachmittag der rechte Flügel der böhmischen Armee unter Bennigsen ein. Er eroberte Zuckelhausen, Holzhausen und Paunsdorf, woraufhin die Sachsen und 500 württembergische Reiter unter General von Normann übergingen. Bei der Erstürmung von Paunsdorf wirkten bereits Bülow und Wintzingerode von der Nordarmee mit, welche endlich herangekommen war trotz Bernadottes Sträuben. Langeron und Sacken von der schlesischen Armee eroberten Schönefeld und Gohlis, und als die Nacht hereinbrach, waren die Franzosen im Osten und Norden von Leipzig bis auf eine Viertelstunde an die Stadt zurückgedrängt. Hätte Gyulay mit genügenden Streitkräften sich des Passes von Lindenau bemächtigt, so wäre der Ring um Napoleon geschlossen und ihm der Rückzug abgeschnitten gewesen. Indes Schwarzenberg trug Bedenken, den noch immer gefürchteten Gegner zu einem Verzweiflungskampf zu zwingen, und Ignaz Graf Gyulay erhielt den Befehl, den Feind nur zu beobachten und einem Angriff auf Pegau auszuweichen. Dies geschah, und so konnte Bertrand die Straße nach Weißenfels ungehindert einschlagen, wohin ihm von Mittag an der Tross, die Wagen mit Verwundeten und der Artilleriepark folgten. In der Nacht begann der Abmarsch des Heers selbst, der Garden, der Reiterei, der Korps Victor und Augereau, während Macdonald, Ney und Lauriston die Stadt verteidigen und den Rückzug decken sollten; jegliche Punkte außerhalb Leipzigs wurden geräumt.

Napoléon hatte, da er eine Niederlage wohl nicht einkalkulierte, für den Rückzug nur unzureichende Vorkehrungen getroffen. Dieser verlief daher stockend, zumal nur eine einzelne Straße nach Weißenfels zur Verfügung stand. Indes wurden auf alliierter Seite der Vorschlag Kaiser Alexanders, mit einem Teil des Heers die Pleiße zu überschreiten und sich auf diese Straße zu werfen genauso wie Blüchers Anerbieten, mit 20.000 Mann Reiterei die Verfolgung zu übernehmen, abgelehnt. Man bereitete sich für den 19. Oktober 1813 auf eine neue Schlacht vor. Nachdem sich der Morgennebel gelichtet und der französische Rückzug erkannt wurde, begann man mit der Erstürmung Leipzigs. Die französische Armee zog sich überstürzt in Richtung des Ranstädter Tores zurück und Napoléon selbst konnte nur mit Mühe den Ranstädter Steinweg erreichen. Währenddessen hatte die russische Streitmacht unter Befehl von Langeron und Sacken die Hallesche Vorstadt, Bülow die Grimmaische Vorstadt erobert; hier gelang es dem Königsberger Landwehrbataillon unter Major Friccius zuerst in die Stadt einzudringen; das Peterstor im Süden wurde von Bennigsen genommen. Als die Elsterbrücke vor dem Ranstädter Tor, über welche die Rückzugsstraße ging, in die Luft gesprengt wurde, brach die Koordinierung der Verteidiger zusammen. Die Bevölkerung der Stadt geriet dadurch in noch größere Verwirrung. Viele kamen auf der Flucht um, so Marschall Poniatowski; andere mussten sich ergeben und gingen in Kriegsgefangenschaft.

Folgen der Schlacht

Der allgemeine Jubel ließ eine Zeit lang das entsetzliche Elend vergessen, welches die ungeheure Menge von Verwundeten und Kranken in der Stadt verursachte. Die dreitägige Schlacht hatte auf beiden Seiten gewaltige Opfer gekostet: die Preußen zählten 16.000 Mann und 600 Offiziere als tot oder verwundet, die Russen 21.000 Mann und 860 Offiziere, die Österreicher 14.000 Mann und 400 Offiziere. Auf französischer Seite wurden 38.000 Mann getötet, 15.000 Franzosen gerieten in Gefangenschaft. Sie verloren 300 Geschütze und ließen 23.000 Mann verletzt in den Lazaretten zurück. Nach der Schlacht grassierte in Leipzig eine Typhus-Epidemie, an der zahlreiche Verwundete und Leipziger Einwohner starben.

Durch die Schlacht waren Napoléons Machtambitionen endgültig gescheitert. Zwar konnte er mit seiner Armee noch entkommen, Deutschland war jedoch bis zum Rhein befreit.

Nach der Niederlage Napoléons wurden soziale Reformen, die unter seiner Herrschaft auch in deutschen Staaten durchgesetzt wurden (z. B. teilweise die Preußischen Reformen), wieder rückgängig gemacht. Europa wurde im Wiener Kongress wieder in den Zustand vor seinen Eroberungen zurückversetzt.

Quellen:
Wikipedia: Völkerschlacht bei Leipzig; Stand: 29. Januar 2009

weitere Quellen:
leipzig-sachsen.de: 195. Jahrestag der Völkerschlacht bei Leipzig 1813; Stand: 27. März 2009
Fachbereich Germanitik der Uni Freiburg: Die Völkerschlacht bei Leipzig; Stand 27. März 2009

zurück zur vorhergehenden Seite
Zuletzt geändert am 22.04.2010


Wussten Sie schon?
Die meisten bisher gefundenen Vorfahren stammen aus Sachsen; hauptsächlich westlich von Annaberg


Werbung



meine-ahnen @ Twitter

Topliste




Weitere Toplisten & Webringe


Weitere Web-Angebote
behling-online.de Freisinnig-Liberaler Blog
Meine Bookmarks



Diese Website wurde erstellt mit phpcms. PHPcms ist freiverfügbare Software gemäß der GNU/GPL-Lizenz.
BotTrap : Diese Website wird vor Contentklau und andere Angriffe auf Websites durch das Bot-Trap-Projekt geschützt.
ICRA : Diese Seiten sind bei ICRA als jugendfrei gekennzeichnet.
top : Der Pagerank von www.meine-ahnen.info ist auf Echtheit geprüft.