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Inszenierte Stimmungsbilder in der DDR
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Auch in der DDR (Deutsche Demokratische Republik) gab es eine Meinungsforschung. Diese hatte jedoch nicht die Aufgabe als Grundlage
oder Rückmeldung hinsichtlich zutreffender oder getroffener Entscheidungen zu dienen.
1964 rief das Regierungsorgan SED (Sozialistische Einhetispartei Deutschlands) das Istitut für Meinungsforschung ins Leben.
Das Institut war an das Zentralkommitee der Partei angebunden. Diese Gründung hätte ein Schritt weg von dem ideologisierten und
tendenziell schönfärberischen Informationssystem sein können. Jedoch verpasste die politische Führung die Möglichkeit der
ungefilterten Erforschung der Stimmungsbilder. Da diese sich aus der Datenerhebung ergebenen Möglichkeiten durch die politische
Führung kaum genutzt wurde, war eine Reaktion auf die internenen Entwicklungen nicht oder kaum möglich. Zu dem wurde das Institut
in der Honecker-Ära 1979 wieder aufgelöst.
Diese Ignotranz der öffentlichen Meinung und Stimmungsbilder führte u.a. auch dazu, dass die Regierung von den Entwicklungen,
die in der "Revolution" 1989 mündeten, überrascht wurde und nicht schon im Vorhinein darauf hatte reagieren können. Auch war die
Ausrichtung der Fragestellungen eher auf eine politische Legitimation der SED ausgerichtet als wirkliche Meinungen über Staat,
Gesellschaft und Funktionäre zu ermitteln.
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