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Chronik der Wende und Vereinigung
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Die "Wende" -- als der Untergang der DDR -- und die daraus erfolgende (Wieder-)Vereinigung der beiden
deutschen Staaten ist auf eine lange Abfolge innerer und äußerer Einflüsse zurückzugühren. Wo man mit der Chronik
anfängt, ist schwierig. Gehört Reagans Ree vor dem Brandenburger Tor dazu, als er von Gorbatschow, dem Sowjetischen Staatschef,
die Öffnung dieses geschichtsträchtigen Tors 1987 forderte? Oder ist es sogar schon die Blockade uder der Mauerbau?
Daher muss man hier irgendwo eine Grenze ziehen. Die sei hier mit dem 2. Mai 1989 gesetzt, dem Tag, wo die
Ungarn im Nachhinein gesehen, der DDR den Todesstoß gegeben haben.
2. Mai 1989: Ungarn begint mit dem Abbau der Grenzanlagen zu Österreich. Damit wird die Grenze zwischen dem Warschauer
Pakt und dem Westen -- der Eiserne Vorhang -- offener. Infolge dieser Abbaumaßnahmen und der späteren Grenzöffnung flüchten ostdeutsche Ungarnurlauber
über Österreich in die Bundesrepublik.
12. bis 15. Juni 1989: Der Staatschef der UdSSR, Michael Gorbatschow, besucht die Bundesrepublik und trifft sich mit
dem Bundeskanzler, Helmut Kohl, in Bonn -- dem damaligen Regierungssitz. Man betont, die Wunden der Vergangenheit" heilen und
gemeinsam eine besser Zukunft bauen zu wollen.
12. September 1989: Ungarn öffnet nunmehr offiziell die Grenze nach Österreich.
30. September 1989: Im September flüchten Tausende DDR-Bürger in die Botschaften von Prag und Warschau. Nun teilt
der Außenminister der Bundesrepublik den 3.500 DDR-Bürgern auf dem Gelände der Botschaft in Prag mit, dass sie mit Sonderzügen
von Prag aus über das Hoheitsgebiet der DDR in den Westen ausreisen dürfen.
Versuche von Menschen in die Züge zu gelangen, als diese durch die DDR fuhren unterband die Staatsmacht mit teilweise
brutaler Gealt.
7.Oktober 1989: Gorbatschow nimmt an en Feierlichkeiten zum 40. Jahrestag der DDR teil. Demonstrationen gegen die
herrschende Partei, die SED (Sozialistische Einheitspartei Deutschlands) werden von der Polizei gewaltsam aufgelöst.
9. Oktober 1989: 70.000 Menschen fordern in Leipzig im Rahmen friedlicher Demonstrationen Reformen. in der DDR. Die
Montagsdemonstrationen sind geboren.
Obwohl in den Seitenstraßen Polizei und Kampfgruppen zusammengezogen sind, werden die Demonstrationen nicht niedergeschlagen. Im Westen
entstehen Gerüchte, wonach auch schweres Armeegerät bereitsteht um mit Waffengewalt gegen die Demonstaten vorzugehen.
Bei späteren Demonstrationen wird die Forderung nach einer Vereinigung immer lauter.
18. Oktober 1989: Der Staats- und Parteichef der DDR, Erich Honecker, wird vom SED-Politbüro gestürzt. Sein Nachfolger
wir Egon Krenz, der in einer Fersehansprache die "Wende" ankündigt.
4. November 1989: Auf dem Berliner Alexanderplatz demonstrieren über 500.000 Menschen
9. November 1989: Die SED kündigt Reisefreiheit an. Zu zehtausenden stürmen die DDR-Bürger die Grenzübergänge in Ost-Berlin
und zwingen die überaschten Grenzsoldaten zur Öffnung. Die Mauer ist nach 28 Jahren duch einen Fehler in der Kommunikation
geöffnet.
20. Dezember 1989: Der Bundeskanzler Helmut Kohl besucht Dresden. Die Einheit wird immer offener in der DDR gefordert.
22./23. Dezember 1989: Am 12. Juni 1987 foderte der US-Präsdent, Ronald Reagan, bei einer Rede auf der Westseite des
Brandenbrger Tors: "Mr. Gorbatshov, open this gate!". Zweieinhalb Jahre später können Berliner aus beiden Teilen der Stadt
durch das Brandenburger Tor auf jeweils die andere Seite der Mauer wechseln.
10./11. Januar 1990: Der Bundeskanzler ist in Moskau. Hier wird dem Kanzler zugesagt, dass die Deutschen den Weg
und den Zeitpunkt der Einheit selbstbestimmen können.
11. bis 14. Februar 1990: Die beiden deutschen Staaten vereinbaren mit den vier Siegermächten in Ottawa (Kanada) Gespräche
über die Aspekte der deutschen Einheit.
25. Februar 1990: Der amtierende Präsident und Nachfolger Reagans, George Bush, unterstützt die Einheit.
18. März 1990: Die ersten freien Wahlen finden in der DDR statt. Die CDU der DDR wird mit 40,6% die stärste Kraft in der
Volkskammer, dem Parlament.
12. April 1990: Lothar de Maizière (CDU) wird Ministerpräsident der DDR
24. April 1990: Kohl und Maizière vereinbaren eine Wirtschaft- und Währungsunion, die ab 1. Juli 1990 in Kraft treten
wird. Löhne und Gehälter werden im Verhältnis 1:1 umgestellt.
22. Juni 1990: Der Alliierte Kontrollpunkt "Checkpoint Charly" wird demontiert.
16. Juli 1990: Gorbatschow gibt im Kaukasus Kohl die Zusage, dass ein vereintes Deutschland seine Bündniszugehörigkeit
frei wählen darf. Man vereinbart auch den Abzug der sowjetischen Truppen bis 1994 gegen umfangreiche finazielle Hilfen. Die Westalliierten
werden gebeten, ihre Truppen bis zu diesem Abzugstermin in Berlin zu belassen.
23. August 1990: Die Volkkammer DDR beschließt den Beitritt zur Bundesrepublik Deutschland
12. September 1990: In Moskau weden die "2-Plus-4-Verträge" unterzeichnet, bei denen die Alliierten auf sämtliche Sonderrechte
für Deutschland verzichten. Es handelt sich hierbei, obwohl nie gesagt, um den Friedensvertrag zwischen den Deutschen und den
Alliierten.
3. Oktober 1990: Die DDR tritt der Bundesrepublik bei.
15.März 1991: Die Sowjetunion ratifiziert die "2-Plus-4-Verträge". Deutschland ist nun souverän.
20. Juni 1991: Im Bundestag wird über den zukünftigen Sitz der Regierung und des Deutschen Bundestags
entschieden.
1. Januar 1992: Die Sowjetunion (UdSSR) wird durch die "Gemeinschaft Unabhängiger Staaten" (GUS) abgelöst.
12. Mai 1994: Auf dem Maifeld am Berliner Olympiastadion nehmen die Westalliierten feierlich von der Stadt Abschied
Mai 1994: Erich Honecker stirbt im chilenischen Exil
11. Juni 1994: Im Rahmen eines Volksfestes verabschieden sich die russischen Truppen in Wunstorf
18. Juni 1994: Die Westallierten halten ihre letzte Militärparade in Berlin (Tiergarten) ab.
25. Juni 1994: Die Russen verabschieen sich mit einer Parade in Berlin Köpenick.
1. September 1994: die letzten Russischen Soldaten haben Deutschland verlassen. Nun sind keine Besatzungstruppen mehr
in Deutschland stationiert.
Quellen:
Berliner Morgenpost, Sonderausgabe der Berliner Illustrierten Zeitung zum Abschied der Alliierten aus Berlin vom
2. / 3. Juli 1994
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