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Behlingen im Kammeltal

Abb.: Behlingen im Kammeltal

Behlingen im Kammeltal wird im "Duden Familiennamen" als einer der drei möglichen Ursprungsorte für den Familiennamen angegeben. Bei einem Besuch des Kammeltals lässt sich das aber bezweifeln.

Der Ort liegt abseits der heutigen Hauptroute von Günzburg nach Kaufbeuren, etwa 10 km südlich von Ichenhausen entfernt. Auch eine mögliche alte Fernstraße geht nicht durch den Ort, sondern durch das Nachbardorf Ried, welches heute mit Behlingen zusammengewachsen ist. Daher waren die Einwohner des Dorfes wohl eher Bauern, als dass sie mit vorbeireisenden Händlern mitzogen und sich bei diesen als Knechte verdingten. Auch das Gasthaus von Behlingen ähnelt eher einem Bauernhof als einem alten Quartier für Händler und Postreisende. Des weiteren habe ich auf den Friedhöfen in der Umgebung keine Spuren gefunden (teilweise waren die Gräber auch zu neu), die auf den Namen Behling hindeuteten.

Behlingen ist ein altes Dorf. Es besteht hauptsächlich aus alten Bauerngehöften und einigen erst in den letzten etwa 20 Jahren entstandenen Ein- und Mehrfamilienhäusern. Des weiteren gibt es eine Sägemühle und eine 1499 erbaute Kirche. Diese ist recht schmucklos (vermutlich erst in den letzten Jahren restauriert) und für den Ort eigentlich viel zu groß. In der Kirche waren keine Grabplatten zu finden. Im Bereich der Absis, an der Außenfassade dagegen befanden sich drei Steinplatten unterschiedlichen Alters. Auf der älteren war der Ort als "Beglingen" beschrieben. Auf einer der beiden neueren dagegen wurde von Behlingen gesprochen.

Aufgrund der Größe der Kirche nehme ich an, dass die Bauern recht reich gewesen sind, auch wenn die Gehöfte teilweise heute in sehr schlechtem Zustand sind. Da zu dem Ried keine Kirche besitzt sind wohl die dortigen Bewohner ebenfalls in diese Kirche gegangen. Dennoch wäre die Kirche sicherlich nicht nötig gewesen, da man in nicht allzu großer Entfernung (ca. 2 Stunden Fußweg) mindestens eine weitere in größeren Orten erreichbar gewesen wäre. Bei einer Kirche könnte es sich zu dem auch um eine Klosterkirche handeln.

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Zuletzt geändert am 22.04.2010


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Theodor Pösche bekleidete als erster Deutscher eines der höchsten Ämter in den USA.


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