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Hermann Pösche, der Pädagoge
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Hermann Pösche wurde am 13. Dezember 1826 in Zöschen bei Merseburg als zweites Kind des Lehrers
Johann Gottlob Pösche und Karoline Fredericke Luise Pösche geboren und ist ein Bruder
von Theodor Pösche.
Im Gegensatz zu seinem älteren Bruder trat Hermann in die Fußstapfen seines Vaters und wurde Pädagoge. Als
Schüler Pestalozzis lernte den späteren bedeutenden deutschen Pädagogen Friedrich Fröbel kennen, mit dem er über Jahre
hinweg in Kontakt blieb.
Im Sommer 1850 war er als Lehrer in Liebenau tätig. In der Zeit von 1850 bis 1852 war er dann
Lehrer für Literatur in Keilhau, an der Bildungsanstalt seines Freundes Fröbel und wirkte zumindest 1851
als Redakteur für Fröbels Zeitung.
Vom 27. bis 29. September 1851 fand in Liebenstein eine Pädagogenversammlung statt, an der namhafte Pädagogen und
Fröbel-Anhänger wie Hermann Pösche und Georgens teilnahmen. Es ging um Erfolge und Erfahrungen in der Arbeit der
Kindergärten, aber auch um Fragen der Arbeitserziehung. Dabei spielte die Bedeutung der Überleitung des Spiels zur
Arbeit eine wesentliche Rolle.
Hermann Pösche erwarb sich in bezug auf die Arbeitserziehung Verdienste. Er forderte die Berücksichtigung der
großen Industrie für die Volksschule sowie die Weiterführung fröbelscher Kindergartenbestrebungen auch für die
Volksschule durch ein System von Arbeitsübungen.
Später wurde er preußischer Erziehungsinspektor und hatte wohl die Aufgabe eines Waisenverwalter-Inspektors
inne.
1862 veröffentlichte er Friedrich Fröbel's entwickelnd-erziehende Menschenbildung (Kindergarten-Pädagogik), war aber auch
Verfasser diverser Bücher über Natur, Bildung und Erziehung.
Quellen:
Biographie Friedrich Fröbel
Brief von Fröbel an Hermann Pösche
Biographie Friedrich Fröbels
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