Die Behlings stammen von den Vikingern ab
Mein Vater behauptet bis heute immer noch steif und fest, dass Die Behlings von den Vikingern abstammen würden. Davon ließ sich er sich
auch unter den bisher bekannten Forschungsergebnissen nicht abbringen.
Es mag sein, dass diese Aussage stimmt. Dennoch bin ich der Meinung, alleine, wenn ich mich selbst betrachte, dass die Behlings eher von den Hunnen oder
Mongolen abstammen könnten. Denn neben meinen blonden Haaren habe ich, wie auch ein Verwandter aus der väterlichen Linie, "Schlitzaugen".
Die Marquise de Lissé war eine Gouvernante der Prinzessin Charlotte von Preußen
Immer wieder wird in der Familie Hilarius erzählt, dass die Marquise aufgrund der Französischen Revolution nach Preußen kam, als ein Revolutionsflüchtling. Auch sei sie eine
Hugenottin gewesen. Beide Umstände sollen ihr zur Stelle am preußischen Hof verholfen haben, wo sie als Gouvernannte einer Charlotte von Preußen tätig war.
Im Jahre 1798 wurde die Prinzessin Luise Charlotte Wilhelmine von Preußen geboren. Diese heiratet als Alexandra Feodorowna im Juni 1817 den Großfürsten Nikolaus, der 1825
als Zar von Rußland die Nachfolge von Alexander II antrat.
Ob diese Vorfahrin Gouvernante am preußischen Hof war, konnte bis heute nicht ermittelt werden. Dazu müßte man wohl in die Archive der Hohenzollern gelangen. Leider gelang es
bis heute nicht, entsprechende Informationen aus diesen Archiven zu erhalten. (Nicht sehr kooperativ!)
Töllkühner Flieger an der Westfront
Hellmut Rühl erzählte immer wieder von seinen Erlebnissen als Flieger an der Westfront. Dabei war seine Lieblingsgeschichte, dass er mit seiner
Maschine unter den Brücken der Region hindurchgeflogen sei. In welchem Geschwader er geflogen ist, weiss ich aber nicht.
Des Weiteren wird gelegtlich auch die Annekdote erzählt, dass Hellmut während
des Kriegs in Arabien stationiert gewesen sei. Er sei mit seiner Maschine bis dorthin
geflogen und dann in Arabien beim Landeanflug ohne jegliche Feindeinwirkung abgestürzt.
Auch wird in Verbindung mit dem "arabischen Erlebnissen" immerwieder behauptet, dass er dort im Geschwader
von Immelmann geflogen sei. Meines Wissens war Immelmann wie die anderen berühmten Fliegerasse aber in Frankreich
stationiert.
Abgeschossen sei Hellmut nie geworden.
Aufgrund seiner Verletzungen (durch den Absturz?) habe man ihm einen Teil der
Schädeldecke mit einer Silberplatte ersetzt.
Seine positiven Erlebnisse im 1. Weltkrieg sollen ihn zudem veranlaßt haben, sich im zweiten Weltkrieg erneut
zu den Fliegern zu melden. Während dieses Krieges soll er trotz seines Alters und der Schädelverletzung aus dem Ersten
Weltkrieg u.a. als Nachtjäger im Einsatz gewesen sein.
Aus der Zeit hat er meines Wissens niemals erzählt.
Flüchtling
Hans-Gerd Hilarius, so wurde oftmals berichtet, geriet Ende des Zweiten Weltkriegs in amerikanische Kriegsgefangenschaft. Aus dem Lager brach er mit einigen Kameraden aus und floh
zu seiner Familie, die im sowjetisch-besetzten Teil Berlins lebte. Hier mußte ihn die Familie mit ihren eigenen knappen Rationen an Lebensmitteln durchbringen, da er aus Angst vor erneuter Verhaftung
- diesmal durch die Russen - für sich selbst keine Lebensmittelkarten beantragte. Später ging er in den Westteil der Stadt und holte Mitte der 50er Jahre die Familie nach.
Die Auswirkungen, dass meine Mutter in Ostberlin geboren wurde, spürten wir jedes Mal wenn wir durch die DDR fuhren. Unsere Transitfahrt wurde an der Grenze oftmals sehr genau
begutachtet.
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